Diaglobal GmbH

   Anwendungen
   Die 3 Säulen der Prävention
    Prävention/Ausdauersport
    Fettstoffwechselstörung
    Metabolisches Syndrom
    Diabetes/Oraler                                      Glukosetoleranztest
    Trainingssteuerung im
       Leistungssport

    RiliBÄK 2008

   Produktinformationen
    Blutabnahme aus
      Ohrläppchen

    Point of Care - Diagnostik
    Lactat
    Lactat-Rapid
    CK
    Biodiesel
    Compur Minilab

Trainingssteuerung im Leistungssport

Anders als beim Gesundheitssport zielt das leistungsorientierte Training darauf ab, durch gezielte und kontrollierte Überschreitung einer bestimmte Mindestintensität eine Leistungssteigerung des Körpers zu erreichen. Jedoch sollte hierbei eine bestimmte Grenze nicht überschritten werden, da langfristige Schäden und ein Leistungsabfall die Folge sein können. Die jeweils individuell optimale Belastungsintensität ist von mehreren Faktoren, wie dem Gesundheits- und Trainingszustand, der betriebenen Sportart, den jeweiligen Zielsetzungen oder der Trainingsperiode abhängig.

Lactat - ein wichtiger Wert in der Leistungsdiagnostik
Trainingserfolge sind also nur dann zu verzeichnen, wenn die richtige Belastungsintensität gewählt wird. Ist sie zu niedrig, fehlt es an Trainingsreizen, ist sie zu hoch, bleibt der Trainingserfolg aus. Wichtigster Indikator zur Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit ist die Konzentration des Lactats im ateriellen Blut nach einer Belastung. Lactatmessungen werden im Leistungssport seit langem zur Trainingssteuerung eingesetzt und haben in neuerer Zeit auch im Fitnessbereich Bedeutung erlangt.

Lactat (das Salz der Milchsäure) wird verstärkt gebildet, wenn die Muskelzellen auf Grund eines Saustoffmangels ihren Energiebedarf nicht mehr aerob decken können und deshalb verstärkt den anaeroben Weg (Abbau von Glucose zu Lactat) in Anspruch nehmen. Die verstärkte Lactatbildung führt zu einer Übersäuerung der Muskelzellen und zu einem Anstieg des Blutlactatspiegels. Oberhalb eines Grenzwertes (anaerobe Schwelle) liegende Blut-lactatwerte haben eine Reihe negativer Auswirkungen und sind im gesundheitlich orientierten Ausdauersport zu vermeiden.

Durch Überwachung des Lactatspiegels kann sichergestellt werden, dass die sportlichen Aktivitäten dem gewünschten Stoffwechselbereich entsprechen. Im gesundheitlich orientierten Ausdauersport gelten Blutlactatspiegel zwischen 2 und 3 mmol/l als optimal.

Weitergehende Informationen liefert die Lactatleistungskurve, die durch Messung der Lactatkonzentration und des zugehörigen Pulswertes bei stufenweise ansteigender Belastung erhalten wird. Je später der Lactatwert im Belastungstest ansteigt, desto besser ist die Kondition. Während im Freizeitsport die anaerobe Schwelle zumeist mit 4 mmol/l angesetzt wird, ergeben sich im Leistungssport in der Regel tiefere und individuell unterschiedliche Schwellenwerte, die aus der Lactatleistungskurve abgeleitet werden können.

Warum sollten Sportler ihren Hämoglobinwert kennen ?
Der Hämoglobinwert (Hb-Wert) gibt die Saustofftransportkapazität des Blutes wieder. Je höher der Hb-Wert ist, desto mehr Sauerstoff kann das Blut transportieren.

Stark erniedrigte, außerhalb des Referenzbereiches liegende Hb-Werte - deren mögliche Ursachen u.a. Blutverlust, Schwangerschaft, unzureichende Aufnahme von Eisen mit der Nahrung sein können - führen zu einem Abfall des Leistungsvermögens. Deshalb sollten Sportler ihren Hb-Wert überwachen.

Referenzbereiche
Frauen:     12 - 16 g/dl
Männer:    14 - 18 g/dl
Durch Höhentraining kann die Hämoglobin-Konzentration innerhalb des Referenzbereiches angehoben werden. Oberhalb des Normalbereiches liegende Werte stellen eine Gesundheitsgefahr dar und führen in verschiedenen Sportarten zu einer Wettkampfsperre.    
Sie lassen zudem den Verdacht aufkommen, durch Einnahme des Dopingmittels EPO verursacht worden zu sein.

Zulässige Grenzwerte im Beispiel Langlauf:
Frauen: 16,0 g/dl
Männer: 17,0 g/dl

Welche Rolle spielt der Glucosewert ?
Im Sportbereich gibt die Glucose-Bestimmung wertvolle Hinweise auf die geeignete Ernährung während des Trainings und im Wettkampf.

Bei Langzeitbelastung (> 2 Stunden) kommt es zu einer Leerung der Glykogenspeicher. Da die Muskelzellen ihren Energiebedarf nicht allein aus dem Fettstoffwechsel decken können, sondern stets auch auf den Kohlenhydratabbau angewiesen sind, wird nach Leerung der Glycogenspeicher die Blutglucose angegriffen, so dass  der Blutglucosespiegel abfällt und die Gefahr einer Unterzuckerung (Glucose < 60 mg/dl) besteht. Eine derartige Entwicklung kann durch Zufuhr von Kohlenhydraten während der Belastung vermieden werden. Durch Kontrolle des Blutzuckerspiegels wird eine sinnvolle Steuerung der Kohlenhydratzufuhr ermöglicht.

Referenzwerte im Kapillarblut
Nüchtern:                                             60 - 100 mg/dl
1 - 2 Stunden nach Mahlzeiten                < 140 mg/dl

Ein weitere wichtige Anwendung liegt im Erkennen geleerter Glykogenspeicher, die zu einer Fehlinterpretation von Lactatleistungskurven führen können.  
Nach intensiver körperlicher Belastung steigt die Blutglucose beim Gesunden bis auf Werte von 180 mg/dl an. Bleibt der Glucose-Anstieg aus, sind die Glykogenspeicher erschöpft.

Dass Diabetiker ihren Glucosespiegel bei sportlichen Aktivitäten kontrollieren müssen, versteht sich von selbst. Auch hier kommt es darauf an, eine Unterschreitung der 60 mg/dl-Grenze zu vermeiden. Insulinpflichtige Diabetiker benötigen bei sportlicher Betätigung geringere Mengen Insulin als im Ruhezustand.

Die Parameter Lactat, Hämoglobin und Glucose lassen sich mit dem Mobilen Labor Lactat plus von Diaglobal bestimmen. Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gern !